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Zwiebelblumen




Zwiebelblumen Wer es im Herbst verpasst hat, Blumenzwiebeln einzupflanzen, muss auf Frühlingsboten trotzdem nicht verzichten. Die Gärtner haben vorsorglich ein paar Zwieberl eingetopft, die sie jetzt feilbieten.  

Na gut, die Zwergnarzisse ’Tete a tete’ muss eigentlich nicht mehr erwähnt werden, die kennt wirklich jede, die ein bisserl was mit Pflanzen am Hut hat. Aber die vielen, vielen anderen, die man nicht so gut kennt. Tulpen bieten da ein weites Feld, weil von denen gibt es tausende Sorten und da ist immer wieder etwas dabei, was man noch nie gesehen hat. Narzissen gibt es auch viele, aber der Klassiker ist und bleibt die Osterglocke, also großblumig und gelb. Dabei gibt es hier Schmankerl wie ‚Mount Hood’ eine elfenbeinweiße Sorte, die besonders elegant zu blau blühenden Frühlingsblumen wie Vergissmeinnicht oder blauen Primeln passt. Oder gefüllte Sorten, die zwar im Garten wenig standfest sind, jedoch im geschützten Bereich einer Loggia, Terrasse oder eines überdachten Eingangs ihre Pracht bestens entfalten können. In Töpfe gepflanzt kann man ihrer Standfestigkeit auch mit Palmkatzerlzweigen oder Drehweide nachhelfen. Krokus und Hyazinthen darf man nicht vergessen. Sie kommen im Topf zuverlässig zur Blüte und erstere sind auch später im Garten ausgepflanzt eine „sichere Bank“, während Hyazinthen ihren betörenden Duft verströmen. In kleinen Räumen oft nicht zu ertragen, ist der Duft im Freien dagegen herrlich. Jetzt aber endlich zum Zierlauch. Keine Gartenschau, die ohne massenhafte Pflanzung desselben auskommt. Inzwischen fragt man sich ja, was bei den Gartenschauen Ende April und Anfang Mai geblüht haben mag, bevor der Riesenlauch entdeckt wurde, denn mittlerweile sieht man zu dieser Zeit eigentlich durchgehend Lauch in den Beeten stehen. Wohlverdient, muss man betonen, denn sämtliche Zierlaucharten- und –sorten sind nicht nur während der Blüte attraktiv, später zieren ihre Fruchtstände weit in den Sommer hinein die Beete. Also nur nicht voreilig abschneiden, wenn die lila Farbe vergeht. Die Blütenstände vergrünen zwar, bleiben aber lange schön anzusehen. Manchmal kann die lila Farbe gar nicht schwinden, weil es Zierlauch auch in weiß gibt. Allium ’Mount Everest’ wird gut einen Meter hoch, während der Elfenbeinlauch (Allium karataviense) sich mit 35 Zentimetern bescheidet. Dafür sind seine Blütenbälle auch doppelt so groß wie jene des Bergsteigers und seine extrabreiten Blätter auch schöner anzusehen, als die dünnen Halme anderer Laucharten. Allium christophii, der Sternkugellauch, ist neben dem Riesenlauch die imposanteste Erscheinung. Seine Blütenkugeln erreichen Durchmesser von 25 Zentimetern, und das auf einer recht annehmbaren Stängelhöhe von 40 Zentimetern.  

Ing. Veronika Schmeikal


 
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