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Pflanzen zum Wohlfühlen




Pflanzen zum Wohlfühlen

Draußen hält sich das Grün gerade zurück. Der Winter nimmt einen neuen Anlauf und damit ist jetzt erst einmal Schluss mit grünen Wiesen und recht warm.

Daher muss man sich nicht weiter um den Garten kümmern, endlich dürfen wir eine Ruhe geben, weil das ist jetzt wirklich kein Wetter zum Gärtnern. Zeit also, es sich drinnen gemütlich machen und dazu braucht es „Wohlfühlpflanzen“. Jeden Monat rücken Salzburgs Gärtner so eine Wohlfühlpflanze in den Mittelpunkt, im Jänner ist es Epipremnum aureum, mit dem wunderbaren deutschen Namen „Efeutute“.  Die Ausgleichende wird sie genannt,  denn die sowohl rechts- als auch linkswirbelnden Blätter bringen unsere beiden Gehirnhälften in Einklang. Besonders emotionale Menschen werden ausgeglichener. Wie alle Zimmerpflanzen beeinflusst die Efeutute das Raumklima positiv. Die relativ großen, ungeteilten Blätter eignen sich gut als Staubfänger, gelegentlich darf man dann mit seiner Efeutute duschen gehen, damit sie den Staub, den sie brav auf sich genommen hat, auch wieder los wird. Erhöhung der Luftfeuchte und Anreicherung von Sauerstoff leistet jede Grünpflanze, Epipremnum betätigt sich darüber hinaus noch als fleißiger Schadstofffilter. Besonders Kohlenmonoxid, Benzol und  Formaldehyd vermag sie aus der Luft zu filtern, eine ideale Büropflanze also. Letzteres auch deswegen, weil in Büroräumen die Pflege von Grünpflanzen oft vernachlässigt wird und sich niemand so recht für die Bewässerung zuständig fühlt. Da ist man mit einer Efeutute gut dran, denn sparsamste Wassergaben sind ihr gerade recht. Regelmäßige Düngergaben sieht man einer Efeutute natürlich an, aber sie (über-)lebt auch dann, wenn man sich kaum bis gar nicht um sie kümmert. In diesem Fall darf man halt auch kein urwaldmäßiges Wachstum erwarten. In Punkto Licht ist sie ebenso anspruchslos:  Wo Efeututen nicht mehr leben können, geht vielleicht noch ein Fensterblatt und ansonsten nur noch Plastikpflanzen.  Meist sind gelbgefleckte (der Gärtner sagt „panaschierte“) Sorten im Handel. Diese Blattzeichnung verlieren sie an extrem lichtarmen Standorten. Das ist eine kluge Überlebensstrategie: die gelben Flächen eines Blattes haben weniger Chlorophyll und daher eine geringere Fotosyntheseleistung. Kämpft die Pflanze aus Lichtmangel ums Überleben, wird die Schönheitsstufe eins zugunsten einer vergrößerten Assimilationsfläche aufgegeben - die Blätter sind komplett grün.  Die bisherigen Wohlfühlpflanzen waren: Im Oktober der „Stimmungsmacher“  Fingeraralie, eine unkomplizierte Grünpflanze, die sich dank ihrer positiven Energie für Gemeinschaftsräume und Großraumbüros gut eignet. Im November stand die „Schmusepflanze“ Zimmerlinde im Mittelpunkt. Die samtigen, großen Blätter verdunsten viel Wasser und sorgen für hohe Luftfeuchtigkeit in unseren oft viel zu lufttrockenen Räumen. Die Zimmerlinde (Sparmannia) gehört in einen kühleren Raum, z.B. ins Schlafzimmer. Außerdem – wo sonst sollte eine Schmusepflanze stehen? Im Spätwinter entfaltet sie ihre üppige Blütenpracht: in Scheindolden angeordnete weiße Blüten mit auffälligen gelben Staubgefäßen. Für Harmonie sorgt die Dezember-Wohlfühlpflanze: Spathiphyllum heißt deutsch Einblatt oder auch Blattfahne und ist eine „Allroundpflanze“, die man jedem in die Hand geben kann. Man braucht weder gärtnerische Vorkenntnisse noch einen grünen Daumen: wenn sie hängt – gießen. Fertig. So einfach sind Grünpflanzen! Wenn man die richtigen wählt.  

Grüne Oase:

Wie sich Pflanzen wohlfühlen

Pflanzen wollen essen. Eigentlich logisch. Das wollen wir auch mindestens dreimal am Tag. Seinen grünen Mitbewohnern sollte man im Winter zumindest alle zwei Wochen Nahrung gönnen. Und damit meine ich nicht Wasser. Von Wasser alleine könnten wir nicht leben. Pflanzen können es genauso wenig. Das geht zwar einige Zeit, aber nicht ewig. Bei akutem Nährstoffmangel schmeißen Grünpflanzen zwei alte Blätter ab, damit sie ein neues produzieren können. Wie lange das gut geht, kann man sich in etwa ausrechnen. Ich höre schon die Stimmen, die sagen, sie düngen nie und die Pflanzen leben seit Jahren. Ja, da muss man aber nur einen Blick drauf werfen, um sagen zu können: sie leben nicht, sie überleben gerade so.  Also bitte: in welcher Form ist eigentlich egal, Hauptsache unsere grünen Mitbewohner bekommen überhaupt zu essen. Dünger nämlich.

Ing. Veronika Schmeikal


 
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