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Gestaltung einer Grabstätte




 

Gestaltung einer Grabstätte mit Pflanzen

Ein fachgerecht angelegtes Grab gliedert sich in drei unterschiedliche Bereiche:

Rahmenpflanzung

Zur Rahmenpflanzung gehören die das Gesamtbild prägenden, höherwachsenden Gehölze. Sie werden oft am oberen Ende des Grabes, in der Regel rechts oder links vom Grabstein, angeordnet und geben der Anlage das Gesicht. Sie umrahmen den Stein, betonen oder mildern seine Wirkung, und verbinden die individuelle Grabstelle mit dem Gesamtumfeld des Friedhofes. Es eignen sich vor allem langsam- oder kleinwüchsige Gehölze, wie Buchsbaum, Eibe, Zwergkiefer, winterharte Azaleen, Stechpalmen, Muschelzypresse oder japanischer Ahorn. In der Regel werden zwischen zwei und fünf solcher Rahmenpflanzen verwendet.

Flächenpflanzung

Bodendecker nehmen auf dem Grab den Hauptanteil der Pflanzfläche in Anspruch. Am häufigsten werden niedrigbleibende, immergrüne Laubgehölze, wie Zwergmispel, Efeu, Kriechspindel, Immergrün oder Dickmännchen verwendet. In den letzten Jahren werden auch zunehmend bodendeckende Stauden, wie Haselwurz, Stachelnüsschen, Fiederpolster, Katzenpfötchen, sowie die unterschiedlichen Arten der Fetthenne und des Steinbrech, gepflanzt.

Saisonale Wechselbepflanzung

Die Wechselbepflanzung bildet den optischen Schwerpunkt des Grabes. Die Bepflanzung wird bis zu dreimal im Jahr gewechselt:

Frühlingsbepflanzung mit Stiefmütterchen, Hornveilchen, Primeln, Maßliebchen (Bellis), Vergißmeinnicht und angetriebenen Blumenzwiebeln wie Tulpen und Narzissen.

Sommerbepflanzung, je nach Standortverhältnissen, mit Geranien, Margeriten, Lobelien, Fleißige Lieschen, Eisbegonien, Fuchsien, etc.Herbst- und Winterbepflanzung mit Eriken, Silberblatt, Chrysanthemen, Alpenveilchen und Blattschmuckstauden.

Zu den Gedenktagen werden Pflanzschalen, Gestecke oder Kränze auf das Grab gelegt.

Die Bedeutung des Kranzes: Ein schöner, individuell gesteckter Kranz sieht nicht nur wunderbar aus, er hat auch eine interessante Bedeutung: Nach dem christlichen Verständnis wird der gesteckte Ring als Bild für die Ewigkeit gesehen. Im heidnischen Verständnis steht die Kranzform für den immerwährenden Kreislauf der Sonne. 

Tipps zur Grabbepflanzung vom Fachmann:

Wichtig bei der Grabbepflanzung ist die Auswahl standortgerechter Pflanzen, um späteren Ausfällen oder auch nur erhöhtem Pflegeaufwand zu begrenzen. Dabei sind Licht- und Bodenverhältnisse ebenso zu beachten wie Wuchsform und -kraft oder Blütenfarbe.

Moorbeetpflanzen, wie japanische Azaleen, schwachwüchsige Rhododendren-Arten oder Hortensien benötigen für ein gesundes Wachstum sauren Boden - berücksichtigen Sie dies bei der Pflanzung und verwenden Sie Rhododendrenerde.·        Ungünstig wirken streng symmetrische Pflanzungen von zumeist zwei gleichen, mehr oder weniger steifen Koniferen, links und rechts vom Grabstein. Asymmetrische Pflanzungen der Rahmenpflanzen, bei gleichzeitiger Auswahl zweier unterschiedlicher Pflanzen (z.B. 1 Nadelgehölz + 1 Laubgehölz) helfen den ohnehin kleinen Raum optisch zu vergrößern. Die Tiefenwirkung wird zusätzlich erhöht, wenn sich die Bepflanzung der Bodendecker bis zum Grabstein zieht. Salzburgs Gärtner stehen Ihnen bei der Grabgestaltung mit einem reichhaltigen Sortiment und einer Vielzahl von Gestaltungsideen gerne zur Seite.  

Pauline Trausnitz


 
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