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Kompost




Der Hauskompost

Das Wort Kompost stammt von dem lateinischen Wort „componere“ (zusammensetzen) und beschreibt das Endprodukt aus der Zersetzung von organischen Material durch Kleinlebewesen. Der Zerfall von organischem Material ist ein Grundprinzip der Natur und kann nahezu an jedem beliebigen Ort stattfinden. Bei der gezielten Kompostierung durch das Aufsetzen  eines Kompostes werden die zersetzenden Prozesse gefördert und durch die optimale Mischung der Materialien eine zügige Zersetzung gewährleistet. Der vom Gärtner oder Gartenbesitzer aufgesetzte Kompost kombiniert daher nicht nur die Möglichkeit den organischen Abfall der Natur zu recyceln und den Garten sauber und aufgeräumt zu halten sondern ermöglicht es gleichzeitig eigenen Dünger in Form von Komposterde zu produzieren. Dabei hat die Wahl und Menge der verschiedenen Komponenten einen entscheidenden Einfluss auf die Geschwindigkeit der Kompostierung.Eine gängige Ausgangsform für einen Hauskompost ist ein quadratisch angelegtes Holzgerüst das zwischen 1,20 und 1,50 Meter hoch ist. Anstatt der Holzlatten kann optional auch ein Drahtgittergerüst oder im Baumarkt erhältliche Plastikwände für die Kompostierung (Mit Löchern für die Atmung) verwendet werden. In größeren Gärten werden auch frei stehende Komposte verwendet, diese sind zwischen 1 und 1,5 Metern hoch und haben eine Breite von 1,5 bis 2 Metern. Für das Aufsetzen dient als Basis ein Gemisch aus zerkleinerten Ästen, Stängeln und Zweigen. Diese bilden eine Eintrittspforte für das Bodenleben das über den Boden in den Kompost Einzug hält. Außerdem ermöglichen die Äste eine Belüftung des Kompostes mit frischem Sauerstoff. Aufbauend auf dieser Basis folgen jeweils ca. 30 cm dicke Schichten aus Speiseresten, Unkraut und anderem zu kompostierenden Material. Speisereste sollten nicht direkt an der Oberfläche des Kompost liegen. Am besten ist es wenn sie zwischen ältere Schichten gegeben werden um Ungeziefer fernzuhalten. Zum Schutz vor Abtrocknung und frühzeitiger Erosion wird der Komposthaufen anschließend mit Erde oder Gras bedeckt. Nach ein bis zwei Monaten sollte die Abbauphase beendet sein und der Kompost kann das erste Mal umgesetzt werden. Bis zur Ausreife der Komposterde vergehen zwischen 6 und 12 Monate, während der grobe Rohkompost üblicherweise schon nach dem dritten Monat ausgebildet ist und als Mulchmaterial verwendet werden kann.Ein Kompost sollte über einen konstanten Feuchtegehalt verfügen, jedoch nicht nass sein. Ein Standort im Halbschatten sorgt daher für Schutz vor Austrocknung aber auch vor Nässe. Zur Überprüfung der Feuchtigkeit kann die Faustprobe herangezogen werden. Dabei wird eine Handvoll gut gemischter Kompost durch Faustbildung zerdrückt. Bei fließendem Wasseraustritt herrscht zu hohe Feuchtigkeit, bei ausbleibenden Wasseraustritt und anschließendem auseinanderfallen des Materials herrscht zu hohe Trockenheit. Treten beim pressen des Kompostes nur einige Tropfen Wasser aus und hält das Material anschließend wie ein Schwamm zusammen so wurde die richtige Feuchtigkeit erreicht. 

Kompost als Dünger

Ob Gemüse, Zierpflanzen (Nicht im Topf!) oder Rasen, Kompost ist eine ideale Komponente um vorhandene Erde aufzufrischen und die Pflanzen wieder langfristig mit Nährstoffen zu versorgen. Nachdem die Kompostierung abgeschlossen ist wird der Kompost gesiebt und ihn von Steinen und noch nicht fertig kompostierten Bestandteilen zu trennen. Der feine gesiebte Kompost wird anschließend auf den gewünschten Flächen verteilt. Bei gut gepflegten Rasenflächen wird der Kompost mit einem Rechen über der Rasenfläche verteilt, ebenso bei Obstanlagen wo als Fläche für die Düngung die Baumscheibe verwendet wird. Im Gemüsebeet wird der Kompost einige Zeit vor dem Aussetzen oder gleich nach der Ernte ausgebracht. Um eine mögliche Überdüngung zu vermeiden sollte bei der Verwendung von Kompost kein mineralischer Dünger hinzugefügt werden. Josef Putz


 
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