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Orchideen – exotische Schönheiten




Orchideen – exotische Schönheiten In den Glashäusern Salzburger Gärtner können Orchideenfreunde derzeit in die faszinierende Welt der exotischen Schönheiten eintauchen. Früher mussten Orchideen, die in tropischen Regionen beheimatet sind, weite Wege auf sich nehmen, waren dadurch sündhaft teuer, schwierig in der Weiterbehandlung und hatten den Ruf extrem anspruchsvoll und empfindlich zu sein. Das hat sich grundlegend geändert, seit Orchideen gärtnerisch kultiviert werden. Reine Arten, wie sie in der Natur vorkommen, sind im Handel kaum zu finden, denn diese haben oft Ansprüche, die ein Hobbygärtner in einer Wohnung nicht befriedigen kann. Im Handel befindliche Pflanzen sind fast immer Hybriden, so bezeichnet man Kreuzungen von verschiedenen Arten. Hybriden sind quasi eine „Promenadenmischung“ und wie diese gesund, robust und sehr anspruchslos. Seit Hybriden am Markt sind, ist die Haltung von Orchideen nicht mehr an erlesenes und erprobtes Spezialwissen geknüpft, sondern lässt sich auf den Satz reduzieren: Weniger ist mehr. Also weniger gießen ist besser als mehr. Wer das beherzigt, wird vor allem mit der meistverkauften Orchidee, der Phalaenopsis, auch als Schmetterlingsorchidee oder Malaienblume bezeichnet, seine Freude haben, denn sie blüht monatelang und das auch in sehr warmen Zimmern. Aber natürlich kann man sich als Orchideenfreund auch gewissen Herausforderungen stellen, denn nicht alle Gattungen sind so „deppensicher“ wie Phalaenopsis. Bulbenbildenden Gattungen wie Oncidium, Odontoglossum, Adaglossum, Paphiopedilum und Miltonia haben eines gemeinsam: Jeder Trieb blüht nur einmal. Damit man diese Arten wieder zur Blüte bringt, müssen die Pflanzen einen Zuwachs aufweisen. Und Zuwachs geschieht nur (getreu dem Spruch „von nix kommt nix“) wenn man diese Pflanzen mit Nährstoffen versorgt, sprich regelmäßig düngt. Auch benötigen die meisten eine Ruhezeit, während der sie gerne etwas kühler stehen. Wann diese Ruhezeit gehalten wird, ist von Art zu Art unterschiedlich. Zum Beispiel ruht Oncidium gerne gleich nach der Blüte, während Dendrobium seine Ruhezeit unmittelbar vor der Blüte hält. Sie sehen: abseits von Phalaenopsis hilft es schon, wenn man ein bisschen etwas über seine Orchidee weiß, damit man mit ihr glücklich wird. Eine ideale „Einsteigerorchidee“ ist Ludisia discolor, die Juwelenorchidee. Abseits ihrer dreimonatigen Blütezeit im Winter besticht sie durch wunderschön gezeichnete Blätter und eine problemlose Erdkultur. Sie ist wie eine gewöhnliche Grünpflanze zu halten, darf also auch einmal über den Durst gegossen werden. Alle anderen Orchideen brauchen dagegen ein durchlässiges Spezialsubstrat, mit einem hohen Anteil Rinde. Alle 2-3 Jahre sollte eine Orchidee umgetopft werden. Wie man das am besten bewerkstelligt und weitere Tipps verraten Ihnen Salzburgs Gärtner während der Orchideen-Tage. Ing. Veronika Schmeikal
 
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