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Pflanzen für dunkle Ecken




Pflanzen für dunkle Ecken Zwar nimmt die Lust im Garten zu werken mit zunehmender Tageslänge zu, doch sind die Temperaturen für längere Arbeitseinsätze noch zu frostig. Daher widmen wir uns heute doch noch einmal den Zimmerpflanzen. Nämlich solchen, die mit schlechten Standorten gut zurecht kommen. Schlechter Standort heißt für Pflanzen in der Regel dunkel. Da sie sich durch Fotosynthese weiterbringen und selbige nur bei Licht möglich ist, versteht sich von selbst, dass dunkle Ecken nicht das Optimum für grüne Mitbewohner sind. Auch wenn sich genau dort neben dem Kasten und am weitesten weg vom Fenster eine große Grünpflanze gut machen würde. Da darf man dann nicht heikel sein und muss nehmen, was geht und nicht was einem gefällt. Gehen tut auf jeden Fall das Fensterblatt (Monstera deliciosa). Wenn eine Monstera eingeht, bleibt als Alternative eigentlich nur noch eine künstliche Pflanze, denn Monstera kommt mit nur 300 Lux aus und mit noch weniger Licht schafft es keine Pflanze. Bei so schlechten Lichtverhältnissen kann man auch nicht sagen, dass sie Pflanze wächst, sie überlebt halt. Schöner werden sie meistens nicht. Ebenfalls ein Spezialist für dunkle Ecken ist die Schusterpalme. Nur darf man sich selbige nicht zu palmenmäßig vorstellen, im Grunde ist es ein großer Blattschopf in einem Topf. Die großen bodenständigen Blätter sind bei Floristen als Beiwerk begehrt. Die Schusterpalme macht auch vieles mit: Man kann sie im Sommer ins Freie stellen, schattig oder vollsonnig, wie es einem beliebt. Vollsonnig bedeutet meist, dass alle vorhandenen Blätter einen derartigen Sonnenbrand kriegen, dass sie komplett weiß werden und absterben. Die neu aus dem Wurzelstock austreibenden Blätter sind dann an das Sonnenlicht angepasst. Sie lebt aber auch ganzjährig im Zimmer, hält fallweise Trockenphasen sehr gut aus, ist also auch geeignet für sehr unstete Pflanzenfreunde. Zimmerpflanzen aus der Gattung Maranta (synonym Calathea) haben das wiederum gar nicht gerne. Sie mögen gleichmäßig bewässert werden und absolut keine Sonne. Die schön gezeichneten Blätter sind sehr lichtempfindlich und reagieren auch bei nur kurzer Bestrahlung sofort mit Blattflecken. Bei extremer Trockenheit bekommen sie braune Blattränder, sie brauchen daher regelmäßige Betreuung. Aber gerne an einem etwas dunklerem Standort. Weitere „Dunkel-Helden“ sind Kolbenfaden (Aglaonema), Grünlilie (Chlorophytum), Efeutute (Epipremnum), Frauenhaarfarn (Adiantum) und Rex-Begonie.  Ing. Veronika Schmeikal
 
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