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Gelbe Korbblütler




Der gelbe Blütenreigen ist eröffnet 

Gerade hat das Ochsenauge zu blühen begonnen, und damit den Blütenreigen der gelben Korbblütler eröffnet. Viele sommerblühende Stauden aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) haben gelbe Margeritenblüten. Buphtalmum salicifolium, so der botanische Name des Ochsenauges, findet man bei uns auch wild wachsend. In mittleren Gebirgslagen wächst es auf kalkreichen, gut durchlässigen und nahrhaften Böden. Allerdings werden die natürlich vorkommenden Pflanzen niemals so prächtig wie im Garten ausgepflanzte Exemplare, die sich zu üppigen Horsten zusammenwachsen und Mädchenauge, Kokardenblume, Sonnenhut und Co. in Sachen frühe Blüte den Rang ablaufen. Vom Mädchenauge (Coreopsis) findet man im Handel meist die großblütige Art Coreopsis grandiflora, die im Juni zu blühen beginnt und als Dauerblüher bis in den September gilt. Freilich blüht das Mädchenauge nur so lange, wenn man verblühte Blüten regelmäßig ausschneidet um Samenbildung zu verhindern. Lässt man die Pflanze Samen bilden, blüht sie nur etwa zwei Monate. Auch die Kokardenblume (Gaillardia aristata) zählt zu den fleißigen Blühern, die bis in den Herbst hinein neue Knospen bilden, wenn man regelmäßig mit der Schere drüber geht. Beiden Dauerblühern ist eigen, dass sie zwar winterhart, aber nicht sehr ausdauernd sind. Ist aber auch logisch: Pflanzen, die monatelang blühen, verbrauchen ihre Energie zum Blühen und da bleibt dann wenig Kraft um den Winter auszuhalten. Daher ist von einer Lebenserwartung zwischen zwei und vier Jahren auszugehen, was für eine Staude natürlich mager ist. Andere Stauden, wie zum Beispiel Pfingstrosen, bleiben 50 Jahre und mehr am Standort, nur blühen die gerade einmal drei Wochen im Jahr. Lange blühend und trotzdem zuverlässig ausdauernd ist der gelbe Sonnenhut (Rudbeckia fulgida `Goldsturm’), dessen  goldgelbe Blüten mit dem hochgewölbtem schwarzen Hut sich ab Juli zeigen. Ebenfalls im Juli beginnt Heliopsis, das Sonnenauge zu blühen. Die rund 150 Zentimeter hohen Stauden eignen sich auch hervorragend als Schnittblumen, sie halten in der Vase sehr gut. Auch die Sonnenbraut (Helenium) ist eine gute Schnittstaude, hier gibt es nicht nur gelben Sorten, sondern auch rote, orangerote und braunrote Vertreter. Die Sonnebraut blüht bis in den September hinein, gemeinsam mit der winterharten Sonnenblume (Helianthus). Deren wüchsigster Vertreter Helianthus tuberosus nennt sich auch Topinambur oder Süßkartoffel und ist nur dem zu empfehlen, der große Bracheflächen begrünen möchte. Für kleine oder klar strukturierte Gärten ist dieses Gewächs nicht empfehlenswert. Es hat ungefähr den gleichen Ausbreitungsdrang wie ausläufertreibender Bambus und wächst unkontrollierbar in jede Richtung. Doch es gibt auch „zahme“ Arten für den Garten: Helianthus decapetalus ’Capenoch Star’ hat wunderschöne große Blütenscheiben in sattem Gelb, während die extrem spät blühende Sorte ’Lemon Queen’ zitronengelbe Margeritenblüten mit schwarzer Scheibe aufweist. Ebenfalls bis in den Spätherbst blüht der hohe Sonnenhut (Rudbeckia nitida), der Sortenname ’Herbstsonne’ sagt eigentlich alles Wesentliche aus.

Ach ja, ein langlebiges Mädchenauge (10 Jahre und länger) gibt es auch noch: Coreopsis verticillata heißt es. Es blüht ebenfalls von Juni bis September, aber die Blüten sind viel kleiner und nicht so golden. Vom zarten Habitus des quirlblättrigen Mädchenauges darf man sich nicht täuschen lassen: auch dieses hat Ausbreitungsdrang!


 
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