Das Geheimnis gesunder und schöner Rosen

Das Geheimnis gesunder und schöner Rosen

In Baumschulen und Gärtnereien warten prächtige Rosen auf neue Besitzer. Das Laub sieht gesund aus, üppige Blüten zieren die Pflanzen. Diese Schönheit ist das Ergebnis fachkundiger Pflege. Wer daheim im Garten, auf der Terrasse oder am Balkon ebenso schöne Rosen ohne Krankheiten und Schädlinge haben möchte, muss daher auf die richtigen Bedingungen wie Wetterverträglichkeit, Winterhärte und Robustheit der Pflanze achten.

Widerstandsfähige Rosen wählen

Erster Schritt zu gesunden, schönen Rosen ist die Wahl der Sorte. Eine gute Wahl sind ADR-Rosen. Sorten, die dieses Prädikat tragen, mussten sich drei Jahre ohne Pflanzenschutzmittel bewähren und sind robust gegen alle möglichen Krankheiten und Schädlinge. Allerdings kann nicht jeder Wunsch hinsichtlich Farbe und Größe erfüllt werden. Edelrosen gelten als anspruchsvoll und eher anfällig. Daher sind in vielen Fällen Beet-, Strauch- oder Kletterrosen mit robuster Blattgesundheit die bessere Wahl.

Rosen am optimalen Standort pflanzen

Rosen sind Sonnenkinder, je günstiger der Standort ist, desto besser blühen und gedeihen sie. Sie mögen einen gut durchlüfteten Platz, damit die Blätter nach einem Regenguss schnell abtrocknen können und einen lehmig-sandigen, lockeren nährstoffreichen und tiefgründigen Boden. Gute Rosenkavaliere sind Salbei und Lavendel.

Rosen richtig gießen

Rosen werden von unten gewässert. Beim Gießen sollte das Laub nicht nass werden. Gewöhnen Sie die Pflanzen nicht so sehr ans Gießen, Rosen sind Tiefwurzler und können Wasser aus tiefer liegenden Schichten des Bodens holen.

Die Rose richtig düngen

Eine gut versorgte Rose ist widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Vor allem Pilze wie Mehltau oder Sternrußtau nutzen es aus, wenn die Rose schwächelt. Gedüngt wird im Frühjahr während des Austriebs mit organischem Langzeitdünger wie beispielsweise Kompost. Auch während der Blüte können Rosen Dünger erhalten. Doch zu viele oder falsche Nährstoffe schaden ebenfalls. Wer fertigen Dünger kauft, sollte sich daher an die Packungsangaben halten. Der weit verbreitete Rindenmulch als Schutzschicht rund um die Rosen hat einen Nachteil: beim Zersetzen sorgt der Mulch für ein Ungleichgewicht der Nährstoffe im Boden. Doch Rosen brauchen ausgewogenen Dünger. Wer im Rosenbeet nicht ständig jäten und hacken möchte kann zum Beispiel mineralischen Mulch verwenden.

Häufige Rosen-Krankheiten

Manchmal kränkeln auch robuste Rosen. Blattläuse sind leicht zu erkennen. Rosenblattwespen fressen riesige Löcher in die Blätter. Sternrußtau ist eine gefürchtete Pilzkrankheit bei Rosen. Auf dem Laub bilden sich schwarz-braune, an Ruß erinnernde Flecken, die sich sternförmig ausbreiten. Die Blätter sterben ab und fallen von der Pflanze, dadurch wird die gesamte Rose geschwächt. Ursache für den Befall sind ungünstiger Standort, extremes Wetter und Temperaturschwankungen, zu starke Düngung und falsches Gießen. Entsorgen Sie die betroffenen Blätter unbedingt in der Mülltonne, damit der Pilz nicht überwintern kann. Mehltau ist ebenfalls eine Pilzerkrankung, die sich als weißer, pudriger Belag zeigt. Bei extremem Befall hilft auch ein kräftiger Rückschnitt.

Natürliche(r) Pflanzenschutz/Pflanzenstärkung

Gegen beißende und saugende Insekten:
Ein möglichst fettes Öl, (z.B. Rapsöl) mit Wasser und einem Spritzer Geschirrspülmittel mischen. Die befallenen Stellen der Pflanze damit großzügig einsprühen und 2- bis 3-mal im Abstand von ein paar Tagen wiederholen. Das Rapsöl legt sich wie ein Film über die Insekten und verstopft ihre Atmungsorgane.

Biologische Mittel gegen Pilzbefall:
Hier haben sich Schachtelhalm- und Algenextrakte sehr bewährt. Erhältlich in Ihrer Gärtnerei bzw. Baumschule.

Zur Kräftigung der Pflanzen:
Brennnesselbrühe fördert gesundes Wachstum und hält Ungeziefer, wie z. B. Blattläuse ab.

 


16.01.2026