Der Kräutermonat Jänner
Küchenkräuter auf der Fensterbank
Zum Jahresbeginn möchten wir gerne schon den Frühling haben, müssen aber mit dem Gartel’n im Freien noch warten. Drinnen darf man sich den Frühlingsgefühlen aber schon hemmungslos hingeben und zum Frühling gehören natürlich auch frische Kräuter. Wer Kräuter nicht selbst aus Samen ziehen möchte, kann fertige Topfkräuter beim Gärtner kaufen. Der Kauf regionaler Pflanzen lohnt sich, da diese widerstandsfähiger und gesünder sind. Sie haben keine langen Transporte hinter sich, leben nicht in zu kleinen Töpfen und wurden nicht zu schnell großgezogen. An einem sonnigen Süd- oder Westfenster fühlen sich die Topfkräuter jetzt wohl, können beerntet werden und überdauern die Zeit, bis sie ins Freie umziehen dürfen, gut.
Wenn es die Temperaturen dann zulassen, kann draußen losgelegt werden. Bei wenig Platz sollte man gut überlegen, welche Kräuter man wo pflanzt. Denn Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, Thymian und Co. haben unterschiedliche Anforderungen, denen man gerecht werden muss, möchte man lange Freude an ihnen haben.
Welche Kräuter kann man nebeneinander pflanzen?
Nicht alle Kräuter sind gesellige Pflanzen. Einige mögen keine direkte Nachbarschaft und sollen lieber in einem einzelnen Topf oder im Beet mit ausreichend Abstand zum nächsten Kraut gepflanzt werden.
Zu diesen Einzelgängern gehören:
Liebstöckel, Melisse, Salbei, Estragon –
machen sich breit und nehmen anderen Pflanzen Licht und Platz weg
Nicht zusammen einpflanzen: Pfefferminze und Kamille, Basilikum und Melisse, Estragon und Dill, Fenchel und Koriander
Gut miteinander vertragen sich gemeinsam im Topf z.B.: Petersilie, Dill, Kresse, Majoran und Kerbel oder Schnittlauch, Thymian, Rosmarin, Salbei, Estragon und Zitronenmelisse
Kräuter pflanzen am perfekten Standort
Basilikum:
ist einjährig, mag es warm, sonnig und braucht viel Wasser.
Dill:
ist einjährig, braucht viel Platz, hat eine lange Wurzel und sollte deshalb nicht umgesetzt werden.
Estragon:
mehrjährig, warm und sonnig, mag es feucht und braucht entsprechend viel Wasser.
Liebstöckel:
mehrjährige Staude, bis zu 150cm hoch, gedeiht besonders gut auf nährstoffreichem, kalkhaltigem und tiefgründigem Boden an einem halbschattigen Platz.
Majoran:
einjährige Pflanze mag sonnige, windgeschützte Standorte mit nährstoffreichem, lockerem Boden.
Melisse:
benötigt viel Wasser an einem eher schattigen Standort.
Minze:
mehrjährig auf sonnigem bis halbschattigem Standort und humusreichem, feuchtem Boden.
Oregano:
mehrjährige Staude, sonnig und windgeschützt auf lockerem und nährstoffreichem Boden.
Petersilie:
zweijährige Pflanze auf feuchtem nährstoffreichem Boden im Halbschatten.
Rosmarin:
sandiger und nicht feuchter Boden bei viel Wärme und Sonne.
Salbei:
mehrjährige Pflanze ohne besonders nährstoffreichen Boden an sonnigem bis leicht schattigen Ort.
Schnittlauch:
mehrjährig, wächst am besten in einem eigenen Topf, benötigt viel Platz und frische Luft, halbschattig in feuchter Erde, kann das ganze Jahr über geerntet werden.
Thymian:
nährstoffarmer Boden mit viel Wärme und Sonne.
Wichtig bei der Pflanzung ist, dass sich am Topfboden keine Staunässe bilden kann, Abhilfe schaffen in den Topf gebohrte Löcher. Entfernen Sie regelmäßig vertrocknete und abgestorbene Stiele und Blätter.
Vorsicht vor Austrocknung bei sonnenhungrigen Kräutern: hier verwenden Sie Gefäße aus Ton, diese speichern Feuchtigkeit besser als Kunststoffgefäße. Eine Sandschicht am Boden verhindert ebenfalls das Austrocknen.
Erntezeitpunkt der Kräuter:
optimal am Morgen, die Pflanze ist am frischesten und hat einen hohen Gehalt an ätherischen Aromastoffen.
21.01.2026
