Der Weihnachtsstern – Euphorbia pulcherrima

Weihnachtssterne gehören zum Advent wie Christstollen und Kerzen. Immerhin finden sich die roten Schönheiten in Europa unter den Top 10 der meistverkauften Zimmerpflanzen.
Der Weihnachtsstern, oder in gärtnerischen Fachkreisen auch Poinsettien genannt, stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika und gehört zur Gattung der Euphorbia, den Wolfsmilchgewächsen. Euphorbia pulcherrima als botanischer Name heißt übersetzt die Schönste der Wolfsmilchgewächse. Alexander von Humboldt brachte die ersten Exemplare 1804 nach Europa.
Der Weihnachtsstern hat in Österreich und auch europaweit große Bedeutung in der Adventszeit, in den Gärtnereien finden sich die ersten blühenden Exemplare nach Allerheiligen, besonders in der Zeit zum ersten Advent hin ist der Verkaufshöhepunkt. Mittlerweile gibt es die schönen Pflanzen in allen unterschiedlichen Formen und auch vielen Farben. Vom ganz kleinen Mini zur Tischdeko bis hin zum Hochstamm ist alles dabei. Neben den Hauptfarben Rot, Weiß und Rosa gibt es zusätzlich noch viele Sondertypen wie gesprenkelte oder rot-weiß gepunktete Sorten, jedoch zeigt sich der Trend, je näher das Weihnachtsfest naht, desto stärker wird auf die schönen unterschiedlichen Rot-Töne zurückgegriffen.
Aufgrund der Herkunft der Pflanzen stellt sich die Kultivierung der Weihnachtssterne in unseren Breiten als eher anspruchsvoll dar. Die Pflanzen sind sehr wärmebedürftig, je nach Produktform benötigen die Sterne an die 3 bis 6 Monate bis zur fertig blühenden Pflanze. Somit finden sich in den Salzburger Gärtnereien bereits Ende Mai/Anfang Juni die ersten Exemplare als kleine Jungpflanzen.
Bis hin zur fertigen Pflanze braucht der Weihnachtsstern mehrere Kulturmaßnahmen wie das Stutzen (Pinzieren) sowie mehrere Male auseinander rücken innerhalb der Kulturfläche, da die Pflanzen verhältnismäßig viel Platz in Anspruch nehmen. Der Weihnachtsstern gilt als Kurztag-Pflanze, und somit färben sich die oberen Blätter erst in die jeweilige Sortenfarbe, wenn in unseren Breiten der Tag deutlich kürzer wird als die Nacht und somit mindestens 12 Stunden Dunkelheit überwiegen.
Zu Hause in der Wohnung fühlt sich der Weihnachtsstern am besten wohl bei angenehmer Zimmertemperatur und viel Licht. Auf keinen Fall sollen die Pflanzen Zugluft ausgesetzt sein! Gießen am besten nicht zu oft und von unten, bzw. den Topf in Wasser eintauchen und ansaugen lassen.
Bei guter Pflege blüht der Weihnachtsstern bis Mitte/Ende Jänner oder darüber hinaus und gilt als hochwertige Bereicherung für den Innenraum sowie als super Geschenkartikel für die Adventszeit.
Die schönsten und gesündesten Pflanzen sind regional beim Gärtner in Ihrer Nähe erhältlich!
11.01.2026