Hornveilchen (Viola cornuta):
farbenfroher Blütenteppich

Hornveilchen gedeihen sehr gut sowohl an sonnigen als auch an halbschattigen Plätzen. Die kleinen Pflanzen bevorzugen einen feuchten und hellen Standort und einen locker humosen Boden ohne Staunässe. Normale, gut durchlässige Gartenerde oder humusreiche Balkonblumenerde für die Topfkultur sind für Hornveilchen geeignet. Der Boden sollte gut mit Vorratsdünger versorgt sein.
Pflanzung und Pflege
Gepflanzt werden die jungen Hornveilchen von März an bis in den Oktober hinein. Im Beet setzt man sie in größeren Gruppen, die den Boden im ausgewachsenen Zustand komplett bedecken sollten. Durch die Selbstaussaat der Pflanzen können die Jungpflanzen auch problemlos das gesamte Jahr über umgesetzt werden, sofern der Boden frostfrei ist. Die meisten Hybriden sind bis -15 Grad winterhart und setzen oft nur bei Frost mit ihrer Blüte aus. Zwischen Weihnachten und Mitte Februar legen Hornveilchen daher meist eine Blühpause ein. Man sollte sie dann mit Tannenreisig oder Vlies abdecken, um sie vor Kahlfrost und Austrocknung durch die Wintersonne zu schützen. Grundsätzlich haben Hornveilchen mit Frost aber kein Problem. An überdachten Standorten müssen Sie die Pflanzen auch im Winter regelmäßig gießen.
Eine flüssige Startdüngung Anfang März sorgt für eine reiche Frühjahrsblüte. Während sich andere Frühlingsboten spätestens im Mai verabschieden, blühen Hornveilchen bis weit in den Frühsommer hinein. Verwelkte Blüten sollten regelmäßig ausgeputzt werden, um die Nachblüte zu fördern. Auch ein sanfter Rückschnitt mit der Heckenschere nach dem Abklingen des ersten Blütenflors ist möglich. Im Frühjahr oder Sommer gesetzte Pflanzen können zusätzlich etwas Flüssigdünger ins Gießwasser bekommen. Ansonsten ist keine weitere Düngung notwendig.
Hornveilchen wirken flächig sehr schön und sind darüber hinaus perfekte Lückenfüller. Die lange Blütezeit und ihre charmante Ausstrahlung machen Hornveilchen für haltbare Arrangements so wertvoll. Am besten kommen die kleinen Frühlingsboten zur Geltung, wenn man sie auf natürliche Art präsentiert, nämlich in einfachen Tontöpfen, Schalen oder in Weidenkörben. Da Hornveilchen auch in halbschattiger Lage gut gedeihen, eignen sie sich auch besonders gut zur Unterpflanzung von getopften Bäumchen und Hochstämmchen. Der Blütenteppich verhindert das Austrocknen der Oberfläche, allerdings steigt so auch der Wasserbedarf deutlich an. An warmen, trockenen Tagen also täglich gießen, dabei Staunässe aber unbedingt vermeiden.
Als Unterpflanzung von Obstbäumen locken die Hornveilchen Bienen zur Bestäubung der Obstblüten an.
Sehr schöne Akzente setzen Hornveilchen auch bei der Grabbepflanzung. Im Zusammenspiel mit den einfarbigen Blüten von Primeln im Frühjahr, Astern oder Zinnien im Sommer sowie Chrysanthemen im Herbst.
12.01.2026