Zyklamen – Jetzt ist wieder Alpenveilchen-Zeit

Sie sind ein Dauerbrenner als typische Winterpflanze – nicht nur im Zimmer, sondern auch auf Balkon und Terrasse: die Alpenveilchen – genauer: Cyclamen persicum. Ursprünglich stammt die Pflanze aus den Gebirgsregionen rund um das östliche Mittelmeer, von der Türkei bis nach Israel und Jordanien und wird schon seit dem 18. Jahrhundert in Europa kultiviert. Gerade in den letzten Jahren erlebt diese „Oma-Pflanze“ wieder eine Renaissance. Nicht zuletzt durch zahlreiche neue Sorten mit ungewöhnlichen Blütenformen und erstmals auch einem zarten Duft.
Die Vielfalt an Alpenveilchen-Sorten hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. So gibt es neben den traditionellen großblütigen Sorten neue, noch robustere Mini-Zyclamen, die auch einige Minusgrade aushalten und so für Fensterkisterl und Schalen im Freien geeignet sind. Besonders beliebt sind Sorten wie ‘Mini Winter’ oder ‘Micro’.
So leben Alpenveilchen lange
1. Kühler Standort – Verblühtes entfernen
Ideal sind Temperaturen zwischen 12 °C und 18 °C. Im Herbst möglichst lange im Freiland – geschützt vor Regen – aufstellen. Verblühte Blüten und gelbe Blätter mit kräftigem Ruck herausreißen, so dass keine Teile zurückbleiben.
2. Kein direkter Sonnenschein
Alpenveilchen lieben viel Licht, vertragen jedoch keine direkte Sonne, die zu Verbrennungen auf den empfindlichen Blättern führen kann. Optimal sind Standorte am Ost- oder Westfenster.
3. Nicht überwässern
Die Erde des Alpenveilchens sollte konstant leicht feucht gehalten werden – niemals völlig austrocknen, aber auch nicht zu nass werden lassen. Staunässe ist einer der häufigsten Pflegefehler! Am besten gießt man von unten, indem man den Topf kurz in einen Untersetzer mit Wasser stellt. So bleibt die Knolle trocken, was Fäulnis verhindert. Überschüssiges Wasser sollte nach etwa 15 Minuten abgegossen werden.
4. Regelmäßig düngen
Während der Wachstums- und Blütezeit (September bis März) alle zwei Wochen ein Flüssigdünger für Blühpflanzen in schwacher Konzentration. Nach der Blüte beendet das Alpenveilchen seine Wachstumsphase und benötigt weniger Nährstoffe. In dieser Zeit auf Düngung verzichten.
5. Ruhephase nach der Blüte
Nach der Blüte im Frühjahr beginnt eine Ruhezeit bis September. Wenig gießen, kühler und dunkler aufstellen. Im Herbst dann umtopfen und die neuen Blüten kommen.
14.01.2026